Bele Bachem über sich selbst, Bele Bachem
Den von meinem Vater vorbestimmten Beruf widersetzte ich mich nicht. Nicht wissend, dass ich sowieso ohne jedes Zu- oder Abreden als Malerin geboren wurde. Er, der Vater, selber Maler, warf sich verblendet und kühn zu dem Feenspruch auf: "Du wirst ein zweiter Rubens." Statt in die Schule zu gehen, wurde ich im Modellzeichnen dressiert. Der Maler ist ein Seher, anders als andere erlebt, erkennt er die Welt einzig im Sehen. [mehr...]

Die künstlichen Paradiese der Malerin Bele Bachem, Wolfgang Sauré
Sie ist eine malende Zauberin, eine Alchimistin der Farbe und des grazilen Linienspiels. Für das Halluzinative ihrer Bilder besitzt Bele Bachem geheime Kenntnisse, ähnlich dem hexenhaften Anrühren von Rausch- und Liebestränken, mit denen suggestive Kräfte des Unbewussten frei gesetzt werden.[mehr...]

Und Prosperina freut sich doch
Ein Essay zum 70. Geburtstag der Malerin Bele Bachem.
Rüdiger Maria Kampmann, 1986
Es heißt, dass in der Malerei die Engländer und die Frauen nicht reüssieren. In München hat man Grund, anderer Meinung zu sein: Vor wenigen Jahren überzeugten die Briten hier mit einer grandiosen Ausstellung vom Reichtum ihrer Malerei über die Jahrhunderte hin; und unter den fünf großen deutschen Malerinnen in diesem Jahrhundert, Modersohn-Becker, Gabriele Münter, Kollwitz, Kerkovius und Bele Bachem, ist allein schon der Name von zwei Malerinnen mit München verbunden: [mehr...]